Haus der Familie in Stuttgart e.V.
Elwertstr. 4, 70372 Stuttgart
Tel. 0711 - 22 07 09-0
info@hdf-stuttgart.de
Impressum

Die Idee

Das Haus der Familie in Stuttgart wurde 1917 als erste Bildungsstätte für Mütter in Deutschland gegründet. Seither wurde das Angebot des Hauses immer den gesellschaftlichen Veränderungen angepasst. Heute ist das Haus der Familie eine Einrichtung, dessen Angebot ein umfassendes Kursprogramm, aber auch offene Angebote und Treffmöglichkeiten und verschiedenen familienentlastende Angebote wie wellcome und den Begleiteten Umgang umfasst.

Leitbild
Familienbildung im Haus der Familie bedeutet: Aus christlicher und sozialer Verantwortung für die Menschen in Stuttgart möchten wir Familien, Eltern, Großeltern und Kindern durch Kontakte zu anderen Familien, durch Informationen und Beratung, durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Werten und mit Traditionen und Ritualen unterstützen, den für sie richtigen Weg zu finden. Darüber hinaus sollen alle Generationen bei uns in ihrer Lebensfreude gestärkt werden und ihre Kreativität erleben.

Bildungsverständnis
Das HdF Stuttgart vertritt ein umfassendes Bildungsverständnis, das sich in der Gleichwertigkeit von allgemeiner, politischer, kultureller und beruflicher Bildung ausdrückt. Es trägt der ganzen Lebenswirklichkeit der Menschen Rechnung. Nach ihm hat der Dialog zwischen den Geschlechtern, den Generationen, Nationalitäten und Religionen sowie zwischen kirchengebundenen und kirchenfernen Menschen einen besonderen Stellenwert.

Ziele
Eltern, Großeltern und Erziehende unterstützen und stärken
• in ihrer Selbstsicherheit
• in ihrer Reflexionsfähigkeit
• in ihrem partnerschaftlich-demokratischen Erziehungsstil
• im Umgang mit ihrem Familienleben, ihrer Partnerschaft und den Höhen und Tiefen des Lebens
• beim Finden des für sie geeigneten Lebensentwurfs, z.B. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Rollenaufteilung zwischen Mann und Frau
• in ihrer freiheitlich demokratischen Haltung Kinder stärken und fördern
• in ihrer Persönlichkeit
• in ihrer Selbstständigkeit
• in ihrer altersgemäßen körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung
• in ihrem sozialen Handeln

Kooperation und Vernetzung
Das Haus der Familie beteiligt sich am sozialen, kulturellen und politischen Leben der Stadt Stuttgart. Es pflegt eine Vielzahl von Kooperationen vor allem mit anderen Institutionen und Organisationen in Stuttgart.

Geschichte
Bürgerliche Frauen errichteten 1917 die Mütterschule als Einrichtung des Nationalen Frauendienstes. Vor dem Hintergrund des damaligen Verständnisses der Frauen- und Mütterrolle waren Ziele und Kursinhalte der ersten Mütterschule Deutschlands in Stuttgart klar umrissen: Kurse für Mütter über die Pflege und Erziehung von Säuglingen und Kleinkindern sowie die Vorbereitung von Bräuten auf die Übernahme von Haushalts- und Mutterpflichten. In erster Linie sollten mit diesen Angeboten Unterschichtsfrauen angesprochen werden.
Seit dieser Zeit entwickelte sich das Haus der Familie stetig weiter: Nach dem ersten Weltkrieg erweiterten sich die Inhalte, Kurse für Kindermädchen wurden eingerichtet, Vortragsreihen zum Beispiel über das Jugendalter, über Vererbung sowie über Schulfragen sowie Angebote für die Kinder arbeitsloser Eltern kamen hinzu.
Nach 1945 wurde die Arbeit mit der Vereinsgründung durch die evangelische und katholische Kirche auf christlicher Basis weitergeführt. Mit dem sich wandelnden Familienbild ändern sich die Angebote. Der Mutterschaftskult des 3. Reiches hatte seine Spuren hinterlassen, Ehe, Mutterschaft und Haushaltsführung wurden nicht mehr selbstverständlich als naturgegebene Ordnungen für Frauen angesehen.
Ab den 1960er Jahren finden sich im Angebot immer mehr Themen, die der Frau Aktivitäten auch außerhalb der Familie zuschreiben wie beispielsweise die Bereiche Freizeitgestaltung, musisches Tun, kulturelle und staatsbürgerliche Fragen. Mit der Einführung der Eltern-Kind-Gruppen in der Mütterschule wurde 1966 absolutes Neuland betreten.
In den 1960er und 1970er Jahren schritt die Emanzipation der Frau weiter voran. Durch Familienplanung (und die Möglichkeit hierzu) wurde die Kinderzahl in den Familien kleiner. Junge Leute rebellierten gegen die Weltanschauung und die Werte der älteren Generation – insbesondere auch im Bereich der Erziehung (antiautoritäre Kindererziehung. Dieser Entwicklung wurde Rechnung getragen indem die Einrichtung in „Haus der Familie – Mütterschule“ umbenannt wurde.
In den 1980er Jahren ging es dem Großteil der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland wirtschaftlich gut. Mit der Übersättigung durch Wohlstand ging die Frage einher, ob gehobener Lebensstandard wohl auch Lebenssinn geben konnte. Immer stärker wurde die Nachfrage nach Kursen, die der Sinnfrage nachspürten. Zusätzlich wurde das Programm um Körpererfahrungskurse und Entspannungstraining erweitert.
Im neuen Jahrtausend haben sich die familiären Fragestellungen erneut gewandelt. Veränderte Lebensbedingungen führen dazu, dass weniger Kinder geboren werden. Paare werden später Eltern. Die Familien haben weniger Kinder, oft nur noch eines. Familienkonstellationen werden vielfältiger. Familien, in denen beide Eltern berufstätig sind, sind die Regel. In der heutigen Kleinfamilie sind die Mütter mit ihren Kindern oft isoliert und suchen Unterstützung und Kontakte. Eltern verwenden viel Zeit und Geld darauf, ihre Kinder zu fördern. In der Erziehung sind Eltern verunsichert. Werte und Normen lösen sich auf, es ist nicht mehr klar was gut und richtig ist. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Kinderbetreuung und –förderung von jungen Jahren an werden die zentralen Themen.
Der Bedarf an offenen Angeboten und Treffs sowie familienentlasteten Angeboten steigt. Das Haus der Familie möchte mit seinem Angebot alle Mitglieder der Familie ansprechen: Mütter, Väter, Kinder, Großeltern etc.

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